Saisonrückblick Jugendteam Nordisch

Trainer Mia san 4 2
19.04.2021 Text: S. Eisenhut Foto: privat

 

Die vergangene Saison war wie für alle nicht leicht. Dennoch konnten wir im Mai mit unserer Vorbereitung starten. Die größte Änderung dabei war, das Stabi- und Athletiktraining fand nicht wie sonst im Medius in Schliersee statt, sondern Online als Videokonferenz. Anfangs als Notlösung entwickelte sich dieses Tool immer mehr als nützliche und zeitsparende Variante zum Training im Fitnessstudio. Das Lehrgangsprogramm konnten wir nicht wie geplant durchführen, somit waren der Lehrgang der Region 4 in Obertilliach im August und das BSV Camp im September in Oberhof die Highlights der Sommervorbereitung. Im November hatten wir das große Glück, dass wir relativ bald in Kaltenbrunn auf Schnee trainieren konnten. Dies war ein echter Mehrwert für unsere Region, die kein Bundes- oder Landesleistungszentrum darstellt. Erfreulicherweise soll in Kaltenbrunn die Beschneiung ausgebaut werden, somit können wir zukünftig auch in schneeärmeren Wintern zu Hause auf Schnee trainieren.

Bundestrainer zu Besuch beim BSV Camp

(Bundestrainer zu Besuch beim BSV-Camp)

Ab Dezember galt es dann die Motivation und Spannung bei den Sportlern hochzuhalten. Denn niemand wusste, wann und ob überhaupt, wird die Saison beginnen. Dies geschah mit langen Langlauftouren durch das Oberland und Werdenfelser Land, mit harten und attraktiven Trainingswettkämpfen und mit den neu ins Leben gerufenen DSV Nachwuchschallenges. Diese Challenges funktionieren nach dem Prinzip von „Strava“, jeder läuft mit seiner Pulsuhr auf einer vorgegebenen Strecke, alleine gegen die Uhr. Am Ende eines Timeslots können die Zeiten dann auf einer eigens entworfenen Plattform verglichen werden. Bei dieser Form des Vergleichs kann jeder mitmachen, vom Profi bis hin zum Anfänger. Auch das stellt einen echten Mehrwert dieser „Coronasaison“ dar.

Hartpenninger beim BSV Camp 3

(Hartpenninger Mädels beim Training)

Endlich – Anfang März ging es dann so richtig los. Der DSV lud die Sportler zu Nachwuchskader-Sichtungen ein. Die Altersklassen U16 und U18 konnten jeweils zwei Sichtungswochenenden absolvieren. Somit gab es für jeden die Möglichkeit, sich in sechs Rennen National in seinem Jahrgang zu beweisen.

In der Gesamtwertung der U16 erreichte Maria Gatter vom SLV Tegernsee den sechsten Platz. Bei den U18ern wurde Annika Koch vom SC Lenggries ebenfalls sechste. Annika konnte sich auch einen Tagessieg im Sprint erkämpfen. Rosali Schmidt (U18 Jahrgang 2004) vom TSV Hartpenning wurde in der Gesamtwertung in ihrem Jahrgang siebte. Kathi Wenig vom SC Lenggries, absolviert gerade ein FSJ an einer Schule und arbeitet dort fünf Tage die Woche, ihr 14. Platz in der Gesamtwertung ihres Jahrgangs ist auch hoch anzurechnen. Eine schwierige Saison haben Franzi Zuber und Magdalena Meixner (beide TSV Hartpenning) hinter sich. Franzi hatte mit Schulstress und häuslicher Quarantäne zu kämpfen. Magdalena erkrankte leider - mitten im Winter - an Corona und fiel somit für die ganze Saison aus. Wir hoffen, dass beide im Mai erholt das Training aufnehmen können.

Annika Koch 4

(Annika Koch)

Zusammenfassend waren die Ergebnisse dieser Saison sehr zufriedenstellend. Als kleine Region konnten wir mit guten Leistungen auf uns aufmerksam machen. Wir hoffen, dass einige unserer Sportler bei der Kaderaufstellung des DSV berücksichtigt werden.

Besonders zu erwähnen gilt die Zusammenarbeit in der Region 4 mit dem Skiverband München und dem Skigau Werdenfels. Hier hat sich in den letzten Jahren eine echte Einheit gebildet. Wir treten gemeinsam als „Mia San 4 Jugendteam“ auf. Eines steht fest, ohne diesen starken Verbund wären keine Spitzenleistungen möglich!